SCHILDDRÜSENKRANKHEITEN ORIENTIERTE NATURMEDIZIN AUS WILDWACHSENDEN PFLANZEN

Endokrine Orbitopathie

Endokrine Orbitopathie (von lat.: orbis = Kreis und griech.: πάθος, páthos = Leidenschaft, Sucht. endokrin = „nach innen abgebend“. Synonyme: endokrine Ophthalmopathie, EO) ist eine Erkrankung der Augenhöhle (Orbita). Sie zählt zu den organspezifischen Autoimmunerkrankungen und tritt meist gemeinsam mit einer Schilddrüsenfehlfunktion auf (endokrin), wobei Frauen erheblich häufiger betroffen sind als Männer. Klinisch äußert sie sich mit einem deutlichen Hervortreten der Augen (Exophthalmus) und einer damit verbundenen Erweiterung der Lidspalten.

  Hyper K-Strumin EO ©

KSTRUMINEO

Klinisch äußert sie sich mit einem deutlichen Hervortreten der Augen (Exophthalmus) und einer damit verbundenen Erweiterung der Lidspalten. Auslöser für dieses auffällige Krankheitszeichen sind strukturelle und größenmäßige Veränderungen des hinter dem Augapfel (retrobulbär) gelegenen Muskel-, Fett- und Bindegewebes.

Zusammen mit Herzrasen (Tachykardie) und einer Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) bildet der Exophthalmus die so genannte Merseburger Trias, einen dreiteiligen (Trias) Symptomkomplex. Dieser gehört zu den klassischen, aber nicht zwingenden klinischen Zeichen des Morbus Basedow und wurde bereits 1840 von Carl Adolph von Basedow, der seinerzeit in Merseburg tätig war, beschrieben.

Der Krankheitsverlauf weist unterschiedliche Schwere- und Aktivitätsgrade auf. Wegen des auffälligen kosmetischen Erscheinungsbildes können sich zu den organischen und funktionellen Problemen auch starke psychosoziale Belastungen gesellen, unter denen Betroffene zu leiden haben.

Augenhöhle (Orbita)[Bearbeiten]

 

Beidseitiger Exophthalmus als typisches Zeichen einer endokrinen Orbitopathie

 

MRT-Aufnahme der Augenhöhlen. Deutlich zu erkennen sind die verdickten Augenmuskeln, sowie die Verdichtung von retrobulbärem Gewebe

Der Exophthalmus, das Hervortreten eines oder beider Augen aus der Augenhöhle, ist das klassische Leitsymptom der endokrinen Orbitopathie und Resultat einer schmerzhaften Ausbreitung von retrobulbärem Gewebe, das sich bis in die Augenlider vorwölben kann. In 3 % der Fälle kommt es darüber hinaus zu Weichteilschwellungen in der Orbitaspitze (z. B. Ödeme) und in Folge zu einer Kompression und somit Schädigung des Sehnerven mit Verschlechterung der Sehschärfe und entsprechenden Gesichtsfeldausfällen.

Das Ausmaß des Exophthalmus lässt sich mit einem augenheilkundlichen Untersuchungsgerät, dem so genannten Exophthalmometer, quantifizieren und erlaubt somit auch die Dokumentation von Verlauf und Status. Raumfordernde Prozesse und Platzverhältnisse in der Orbita können mit bildgebenden Verfahren (Ultraschall, CT, NMR) dargestellt werden. Eine Untersuchung von Gesichtsfeld und Sehschärfe erfolgt mittels Perimetrie und Sehtests.

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